Aktuelle Seite:

Laufen statt Saufen – Jugendfeuerwehr nimmt Nominierung an

Die Jugendfeuerwehren des Landkreises Aschaffenburg erhielten unter dem Motto „Laufen statt Saufen“ eine Nominierung aus dem Landkreis Fulda. Was verbirgt sich hinter dieser Nominierung? Vorausgegangen war eine Modeerscheinung auf der Internetplattform Facebook, auf der sich Mitglieder gegenseitig nominierten, ein Glas Bier in einem Zug zu leeren, sich dabei zu filmen oder zu fotografieren und das Bildmaterial anschließend online zu stellen. Dann war es dem nominierten möglich, seinerseits weitere Facebook-Freunde zu nominieren. Dieser „Wettbewerb“ wurde soweit geführt, dass es in einigen Ländern sogar Todesopfer nach Absolvieren der gestellten Aufgabe gab.

Aus Nordhessen kommt die Idee, gegen den Missbrauch von Alkohol ein Zeichen zu setzen und zu demonstrieren, dass es viel cooler ist, gemeinsam mit anderen Jugendlichen ein Projekt durchzuführen, zusammenzuarbeiten und ein Team zu bilden. Ganz ohne Alkohol. In diesem Sinne wurden mehrere Jugendfeuerwehren aufgefordert, als große Gruppe eine lange Schlauchleitung zu verlegen, eine Grundaufgabe der Feuerwehren.

Kreisjugendwart Georg Thoma (FF Schöllkrippen) nahm stellvertretend für alle Jugendfeuerwehren die Nominierung gerne an und lud die Jugendfeuerwehren des Landkreises Aschaffenburg ein, in Schutzausrüstung und pro Person mit einem 15m langen C-Schlauch ausgestattet nach Hösbach ins Landkreisstadion zu kommen.

Jugendliche aus 17 Jugendfeuerwehren verlegten in mehrfacher Umrundung des Spielfelds über 1.000 Meter Schlauchleitung. Nach wenigen Minuten war der letzte Schlauch ausgerollt und angekuppelt, danach konnte im Stadion laut das Motto des Nachmittags vernommen werden: „Laufen statt Saufen“! Kreisjugendwart Thoma und die Mitglieder seines Fachreferats stellten sichtlich stolz fest, dass die aus Fulda gestellte Aufgabe erfolgreich bewältigt war.

Text und Foto: Andreas Hausotter, FF Schöllkrippen

Neue Leitung für die oberbayerische Jugendfeuerwehr

Große Herausforderungen und große Fußstapfen: Andreas Halmer aus dem Landkreis Ebersberg wurde zum neuen Bezirksjugendfeuerwehrwart gewählt. Er folgt auf Franz Waltl, der sein Amt nach 14-jährigem Engagement an der Spitze des Feuerwehrnachwuchses bewusst in jüngere Hände legte.

"Ihr habt mein Leben bereichert und ich habe stets gerne mit euch allen zusammengearbeitet", bilanzierte der aus dem Landkreis Eichstätt stammende Waltl. Insgesamt gehörte er fast zwei Jahrzehnte lang der Bezirksjugendleitung in unterschiedlichen Funktionen an. Zu seinem Nachfolger wählten die anwesenden Kreisjugendwarte und Kreisjugendgruppensprecher/-innen den 31-jährigen Andreas Halmer aus Moosach (Landkreis Ebersberg). Der Angestellte im Produktionsbereich eines milchverarbeitenden Betriebs ist in seiner örtlichen Feuerwehr stellvertretender Kommandant sowie Jugendwart und hat in den vergangenen sechs Jahren als Mitglied des Ausschusses der Jugendfeuerwehr Oberbayern den Fachbereich für Jugendpolitik geführt.

"Ich stamme aus einer vergleichsweise kleinen Feuerwehr und habe daher die erforderlichen Freiräume, mich intensiv auf meine neue Aufgabe auf Bezirksebene zu konzentrieren", erklärte Halmer. Er sei sich der großen Verantwortung der Nachfolge von Franz Waltl bewusst und die ersten Reifeprüfungen als Bezirksjugendfeuerwehrwart ständen bereits unmittelbar bevor. So finde im Juli das oberbayerische Jugendfeuerwehr-Zeltlager mit rund 1.000 Teilnehmern in Isen statt und die verstärkte Nachwuchswerbung für die freiwilligen Feuerwehren dulde keine Verschnaufpause.

Der für drei Jahre gewählte Halmer denkt in diesem Zusammenhang beispielsweise an Kooperationen der Jugendfeuerwehren mit den Ganztagsschulen, um Kinder schon früh für das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr zu begeistern. "Ich möchte die sehr gute Arbeit meines Vorgängers fortführen und durch neue Impulse ergänzen." Kommendes Jahr finde im Bezirk Oberbayern erstmals ein Jugendleiteraustausch mit Vertretern aus Finnland statt. Derartige internationale Treffen könnten laut Andreas Halmer künftig zu festen Institutionen werden: "Ich halte auch einen regelmäßigen Austausch mit den Jugendfeuerwehren aus Österreich oder Südtirol für realistisch."

Bei der Versammlung bestimmten die Anwesenden zudem den 39-jährigen Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Weilheim-Schongau, Bastian Eiter, zum ersten Stellvertreter von Andreas Halmer. Unterstützt wird das neue Führungsduo durch den weiteren Stellvertreter Josef Dietenhauser aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Der scheidende Mühldorfer Kreisbrandrat Karl Neulinger wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste um den Feuerwehrnachwuchs zum Ehrenmitglied der Jugendfeuerwehr Oberbayern ernannt. Abschließend informierte Bernhard Goldhofer von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) die Anwesenden noch über aktuelle rechtliche Grundlagen und den allgemeinen Versicherungsschutz von Feuerwehranwärtern und -anwärterinnen bei Veranstaltungen und Ausbildungseinheiten.

Text und Foto: Georg Reinthaler, JF Oberbayern

Die Jugendfeuerwehr Oberpfalz – gestärkt in die Zukunft!

Im voll besetzten Lehrsaal der Feuerwehr Weiden konnte Bezirks-Jugendfeuerwehrwart Heinrich Scharf aus Amberg die Delegierten der Jugendfeuerwehren des Regierungsbezirks Oberpfalz, den Oberbürgermeister der Stadt Weiden, den neugewählten Vorsitzenden des BFV Oberpfalz, KBR Johann Weber und zahlreiche Führungskräfte begrüßen.

Auf ein erfolgreiches Jahr in der Jugendfeuerwehrarbeit konnten die Vertreter der Oberpfälzer Jugendfeuerwehren zurückblicken, das ihnen Heinrich Scharf in einem kurzweiligen Power-Point Vortrag präsentierte. Über die Vielzahl von Aktionen hinaus stellt auch die Mitgliederentwicklung eine Erfolgsgeschichte dar. Angesichts der demografischen Entwicklung und des Rückgangs der Mitgliederzahlen in den Jugendverbänden konnte Scharf gesicherte Zahlen verzeichnen.

Knapp 10 000 Jugendliche, davon über ein Viertel Mädchen, in ca. 930 Jugendgruppen leisten in der Oberpfalz Feuerwehrdienst und werden von 1 600 Betreuern auf den aktiven Dienst vorbereitet, wobei ein immenser Schwerpunkt mittlerweile in der allgemeinen Jugendarbeit liegt, ein wichtiger Baustein um die Jugendlichen zu motivieren und zu halten.

Die Oberpfalz ist innerhalb der Jugendfeuerwehr Bayern der mitgliederstärkste Jugendverband, über ein Fünftel aller Jugendlichen in den Bayerischen Feuerwehren kommt aus der Oberpfalz.

Dieser Versammlung kam aber auch für die zukünftige Entwicklung ganz besondere Bedeutung zu. Nachdem das Team der Bezirks-Jugendleitung seit 12 (!) Jahren unverändert an der Spitze des Verbandes stand, konnte der Stv. BJFW Herbert Ulbrich (Lkrs. Neumarkt) aus Altersgründen nicht mehr weitermachen, so dass bei den turnusmäßigen Neuwahlen die Weichen neu gestellt wurden.

Die Delegierten sprachen dem alten und neuen BJFW Heinrich Scharf (Stadt Amberg), dem alten und neuen stv. BJFW Peter Stahl (Stadt Weiden), dem neuen stv. BJFW Florian Hierl (Lkrs. Cham), sowie dem alten und neuen Schriftführer Hubert Haller (Lkrs Amberg-Sulzbach) und dem neuen Kassier Johannes Wirth (Lkrs. Neustadt an der Waldnaab) jeweils einstimmig ihr Vertrauen aus.

Natürlich bietet eine solche Versammlung auch immer Gelegenheit Dank zu sagen. Heinrich Scharf konnte den stv. SJFW Konrad Spandl (Stadt Regensburg) mit der Ehrennadel der JF Bayern in Silber, SJFW Rainer Prommerberger (Stadt Regensburg) mit der Ehrennadel in Gold der JF Bayern und als besondere Überraschung den scheidenden stv. BJFW Herbert Ulbrich (Lkrs Neumarkt) mit der Ehrennadel der DJF in Gold auszeichnen.

Nach einem Informativen und kurzweiligen Abend entließ Heinrich Scharf die Anwesenden in ein weiteres, arbeitsintensives und sicherlich erfolgreiches „Jugendfeuerwehrjahr 2014“.

Text und Foto: BJFW Heinrich Scharf

 

Seite 1 von 3

Zum Anfang