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Kinderfeuerwehren

KINDERFEUERWEHREN - REGELUNGEN FÜR BAYERN

Warum Kinderfeuerwehren?

Seit einiger Zeit gehen vermehrt Anfragen zum Thema „Kinderfeuerwehren“ an die Jugendfeuerwehr Bayern sowie den Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. ein. Viele Feuerwehren beschäftigen sich mit der Idee, eine eigene Kindergruppe zu gründen und in vielen Landkreisen gibt es solche bereits – verteilt über alle Bezirke. Woher kommt aber das Interesse, Kinder in die Feuerwehr aufzunehmen? 

In den meisten Fällen verspricht man sich dadurch eine frühe Bindung der Mitglieder an die Feuerwehr. Der demographische Wandel zeigt in vielen Regionen schon deutliche Auswirkungen. Bis 2025 wird die Zahl der Jugendlichen in Bayern im Alter von 10-18 Jahren um 14% zurückgehen (Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 2010). Die nachkommende Generation an Jugendlichen wird also bedeutend kleiner und der „Wettbewerb“ zwischen den verschiedenen Jugendverbänden steigt. Viele Jugendverbände wie das Jugendrotkreuz oder das THW nehmen Kinder schon früher als die Jugendfeuerwehr (12 Jahre) auf und Befürchtungen, dass dadurch Kinder frühzeitig abgeworben werden und der Jugendfeuerwehr verloren gehen, sind sicher nicht ganz unbegründet. Zusätzlich bietet die Einrichtung einer Kinderfeuerwehrgruppe für viele Feuerwehren eine interessante Möglichkeit der Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit. Und nicht zuletzt kann die Betreuung einer Kindergruppe eine Tätigkeit sein, die allen Beteiligten viel Spaß macht – nicht zuletzt weil jüngere Kinder häufig sehr begeisterungsfähig für das Thema „Feuerwehr“ sind.

Position des LFV/ Jugendfeuerwehr Bayern

Der Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. und die Jugendfeuerwehr Bayern haben dieses Thema eingehend diskutiert und beschlossen, das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr nicht weiter zu senken. Stattdessen bietet der Feuerwehrverein eine Möglichkeit (durch eine Satzungsänderung) bereits Kinder unter 12 Jahren aufzunehmen und für diese eine Kindergruppe anzubieten. Für diese Entscheidung gibt es diverse Gründe: Kinder brauchen eine andere Betreuung als Jugendliche und sie sind körperlich noch nicht in der Lage mit den regulären feuerwehrtechnischen Gerätschaften umzugehen. Außerdem sind die meisten Jugendwarte mit der Betreuung der Jugendgruppe mehr als ausgelastet und sollten keine zusätzlichen Aufgaben übernehmen müssen. Um die Kinder bei einer noch längeren „Wartezeit“ auf den Übertritt in den aktiven Dienst nicht zu langweilen, sollten Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr inhaltlich und methodisch deutlich abgegrenzt werden. In der Kinderfeuerwehr sollte spielerisches Heranführen an das Thema Feuerwehr und das Erlernen allgemeiner Verhaltensregeln für Notfall im Vordergrund stehen – ähnlich wie in der Brandschutzerziehung.

Ziel der Handreichung

Vor diesem Hintergrund hat die Jugendfeuerwehr Bayern eine Handreichung mit grundlegenden Informationen zur Position gegenüber „Kinderfeuerwehren“, einer Abgrenzung zur Arbeit der Jugendfeuerwehr, sowie rechtlichen und versicherungstechnischen Hinweisen und Anmerkungen zur Gestaltung der Rahmenbedingungen entwickelt, die in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. herausgegeben wurde. 

 kinderfeuerwehr

NEU zusätzlich zum Punkt 6 in der Handreichung: Gruppenunfallversicherung für Kinder in den Kinderfeuerwehren

Weitere Informationen zum Thema Kinderfeuerwehr:

Info zur 3. Sitzung des Arbeitskreises Kinderfeuerwehr

Informationen der Deutschen Jugendfeuerwehr

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