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Bildungsfahrt der Jugendfeuerwehr Oberallgäu führt die Ausbilder nach Baden-Württemberg

Bundeswehrfeuerwehr übt an Airbus A400M Attrappe und die Leistung der Bodensee-Wasserversorgung ist gigantisch

(Oberallgäu) Die sechste Bildungsfahrt der Jugendfeuerwehr Oberallgäu führte die 24 Jugendwarte und Ausbilder dieses Mal in das benachbarte Bundesland Baden-Württemberg. „Neben den Ausbildungsschulungen möchten wir mittels einer Bildungsfahrt den Jugendfeuerwehrwarten des Landkreises Oberallgäu zusätzlich Fachwissen zum Feuerwehrwesen oder zu allgemeinen politischer Bildung vermitteln,“ freut sich Kreis-Jugendfeuerwehrwart über die vielen Teilnehmer. Erstes Ziel war die Albkaserne in Stetten a.k.M. auf der Schwäbischen Alb. Dort hat die Bundeswehr ihre zentrale Ausbildungsstätte für alle ihrer 60 Feuerwehren aus ganz Deutschland eingerichtet. Vor drei Jahren informierten sich zuvor die Jugendwarte in einem Vortrag des Brandschutzzentrums zur Laufbahn der Feuerwehrbeamten oder Soldaten innerhalb der Bundeswehr.

Das moderne Ausbildungsgelände ist dabei ganz auf die speziellen Bedürfnisse des Militärs eingerichtet. Ein großes Übungsgelände mit einem Feldlager, zerstörten Gebäuden oder auch Flugzeugattrappen stellen wirklichkeitsgetreu mögliche Einsatzszenarien nach. Vergleichbar einer zivilen Landesfeuerwehrschule werden die Einsatzkräfte aber auch in einem Brandhaus oder als Disponent in der 10 Mio. Euro teuren Lehrleitstelle ausgebildet. 70 Fahrzeuge, vom Flugfeldlöschfahrzeug bis zum geländegängigen Feuerlösch-Kraftfahrzeug Gebäudebrandbekämpfung stehen zur Ausbildung zur Verfügung.

Zweite Station war der Testturm für Aufzüge in Rottweil. Die Anzahl der Gebäude über 200 Meter Höhe wächst kontinuierlich und so können in dem 246 Meter hohen Testturm in mehreren Schächten neue Aufzugssysteme erprobt und zertifiziert werden. Derzeit wird ein neues Aufzugssystem namens „MULTI“ entwickelt, das seillose Linearmotoren mit horizontalem und vertikalem Betrieb ermöglicht. Mehrere Kabinen fahren dann übereinander oder können auch seitwärts fahren. So werden die Schächte wesentlich effektiver genutzt. Besucher gelangen in nur 30 Sekunden auf eine Aussichtsplattform und erleben einen tollen Blick über die älteste Stadt Baden-Württembergs.

Nächster Stopp der Bildungsfahrt war der Rheinfall in Schaffhausen. Vom Bodensee kommend stürzt der Rhein bei durchschnittlich 600 m3/sec. mit tosendem Gebrause 23 Meter hinab.

In Konstanz befassten sich die Teilnehmer bei einer mittelalterlichen Nachtwächterführung mit der Geschichte der Stadt am Bodensee. Der Nachtwächter war zur damaligen Zeit der wohl einzige Feuerwehrmann der Stadt. Entdeckte er auf seinen Rundgängen nämlich ein Feuer, so alarmierte er mit seinem Horn die Bewohner, die mit einfachen Holzkübeln dann das Feuer in der eng bebauten Stadt löschten.

Wie vier Millionen Baden-Württemberger mit Trinkwasser aus dem Bodensee versorgt werden, beeindruckte die Feuerwehrleute aus dem Oberallgäu. 125 Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden jährlich aus dem Bodensee auf den 310 Meter höher gelegenen Sipplinger Berg gepumpt. In drei Stufen wird das Wasser zu Trinkwasser gereinigt, um es anschließend bis zu 250 km im freien Fall bis an die nördliche Landesgrenze zu verteilen. Kein Vergleich zu unseren Tragkraftspritzen, mag sich da der ein oder andere Feuerwehrmann gedacht haben. Bis zu 9.000 Liter pro Sekunde können maximal befördert werden. Das entspricht 540 Tragkraftspritzen – eine gigantische Leistung.

Letzte Station der Bildungsfahrt war das Zeppelin Museum in Friedrichshafen. In der weltgrößten Sammlung zur Geschichte des Luftschiffsbaus und der damit verbundenen technischen Innovationen. Wie mutig mussten die Menschen damals gewesen sein, ein 246,7 Meter langes Luftschiff zu bauen und damit über den Atlantik zu fahren. Absolute Schwindelfreiheit hatten die Mechaniker und Ingenieure, wenn sie bei Fahrt sogar die Hülle außen reparierten und nur über ein einfaches Seil gesichert waren. Ganz wie bei der Feuerwehr, moderne Technik und gut ausgebildete Einsatzkräfte schützen Menschen und Sachwerte.

Bilder und Berichte: Florian Speigl (KJFW Oberallgäu)

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