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Jugendfeuerwehren üben den richtigen Umgang mit angespannten Situationen

Gewalt gegen Einsatzkräfte nimmt Deutschlandweit zu

 (Durach/Oberallgäu) Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in Deutschland Rettungs- und Feuerwehreinsatzkräfte von Passanten angepöbelt oder sogar tätlich angegriffen werden. Die polizeiliche Kriminalstatistik listet eine stark ansteigende Zahl von körperlichen Übergriffen gegenüber Einsatzkräften in den letzten Jahren auf. Gegenüber der Statistik dürfte die Dunkelziffer noch höher sein. „Grund genug für die Jugendfeuerwehr Oberallgäu, sich in der diesjährigen Winterschulung mit dem Thema Deeskalation und dem Umgang mit aggressiven Menschen auseinanderzusetzen“, sagt Kreis-Jugendfeuerwehrwart Florian Speigl. Zwanzig Jugendwarte und Ausbilder kamen deshalb in Durach zu einem Seminar mit Personal- und Businesscoach Christian Löckher-Hiemer zusammen. Wie kann in diesen angespannten Situationen richtig gehandelt werden?  stand im Mittelpunkt der Fortbildungsreihe.

Feuerwehrler haben selbst schon schwierige Situationen erlebt

Jeder Jugendwart berichtet dabei von selbst erlebten Situationen bei Einsätzen mit aggressiven Passanten. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist vielfältig. Sie reicht vom fehlenden Verständnis bei Absperrmaßnahmen, verbalen oder nonverbalen Angriffen, z.B. Beleidigungen, Drohungen, bis hin zu körperlicher Gewalt wie Treten, Schlagen oder Schubsen. Referent Löckher-Hiemer, der auch als Beauftragter für Einsatzverhalten sowie Mitarbeiter für Terror und Amok beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West ist, ermunterte die Jugendwarte sich nicht in solchen Situationen provozieren zu lassen. Er fordert alle Bürger auf, Zivilcourage zu zeigen und wachsam zu sein.

Praktische Übungen helfen

In kurzen Übungen zeigte er den Jugendwarten das richtige Distanzverhalten und wie man sich bei einem tätlichen Angriff mit einfachen Mitteln selbst schützen kann. Sein Ratschlag ist, schwierige Situationen bereits im Vorfeld zu beüben und sich immer wieder neu zu sensibilisieren: „Was würde ich tun, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt?“, regt er die Teilnehmer zum Nachdenken an. Gefahren können somit rechtzeitig erkannt werden. Das hilft im Ereignisfall um das Gelernte automatisch anzuwenden. Stressige Belastungssituation werden dann erfolgreich bewältigt. Um die Gewaltspirale nicht nach oben zu treiben, gab Löckher-Hiemer den Teilnehmern mehrere Deeskalationstipps mit nach Hause. Der Appell an alle Feuerwehrdienstleistende ist daher die Prävention und Deeskalation zu lernen. In der Kommunikationslehre wird das Wort als die stärkste Waffe des Menschen bezeichnet. Als uniformierte Feuerwehreinsatzkraft sollte man immer auf ein ordentliches Auftreten, Freundlichkeit und verständliche sowie ruhige Ansprache achten. Und wer Feuerwehrleute im Einsatz durch Gewaltandrohung behindert oder gar tätlich angreift, muss mit empfindlichen Strafen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen, da sie seit Kurzem den Vollstreckungsbeamten (z.B. Polizei) gleichstehen.

Bilder und Bericht: Florian Speigl

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