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Einmal hin und Zurück - Memmingen und Husum

In diesem Interview berichtet Andreas Land, stellv. Landes-Jugendfeuerwehrwart Jugendfeuerwehr Bayern über die Patenschaft der Jugendfeuerwehr Memmingen und der Jugendfeuerwehr Husum.

Jugendfeuerwehr Bayern: Wo kommst du her?

Land: Ich komme aus der Stadt Memmingen. Memmingen liegt zwischen Ulm und Kempten direkt an der BAB 7. Bei den 7 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Memmingen gibt es 6 Jugendfeuerwehren. Die älteste Jugendfeuerwehr im Stadtgebiet ist die JF Memmingen (direkt aus der Kernstadt). Diese wurde im Jahr 1970 gegründet. Ich war von 1993 bis 2001 Jugendwart der JF Memmingen und gleichzeitig Stadtjugendfeuerwehrwart Memmingen.

Jugendfeuerwehr Bayern: Wo kommt eure Partnerjugendfeuerwehr her?

Land: Unsere Paten-Jugendfeuerwehr kommt aus Husum an der Nordsee. Die „graue Stadt am Meer“, wie sie Schriftsteller Theodor Storm in einem bekannten Gedicht genannt hat, liegt im Landkreis Nordfriesland direkt an der Nordsee.

Jugendfeuerwehr Bayern: Wie habt ihr euch kennengelernt? Wie ist die Partnerschaft entstanden? Wie lange gibt es sie schon?

Land: Es begann im Jahr 1969. Oberst Konrad Knabe wurde vom Fliegerhorst Memmingerberg zur Luftwaffen-Versorgungsregiment 7 nach Husum versetzt. Dort lernte er u.a. auch Feuerwehrkameraden kennen. In Memmingen hatte er auch bereits gute Kontakte zur Feuerwehr. Beeindruckt von der tollen Jugendarbeit in Husum berichtete er seinen Freunden in Memmingen davon. Die damalige Feuerwehrführung war auch schnell beeindruckt davon und man kam zum Ergebnis in Memmingen eine Jugendfeuerwehr nach dem Vorbild der Jugendfeuerwehr Husum zu gründen. Zu damaligen Zeit war das aber in Bayern nicht so leicht möglich. Bei uns in Bayern gab es nur die Möglichkeit eine Jugendgruppe mit damaligen Eintrittsalter ab 14 Jahre zu gründen.

Der damalige Kommandant und seine Führungsmannschaft wollten aber eine Jugendfeuerwehr nach dem Vorbild von Schleswig- Holstein bzw. Husum gründen – also damals mit dem Eintrittsalter 12 Jahre. Um das zu realisieren, hatte die Memminger Feuerwehrführungskräfte mit Unterstützung des Memminger Oberbürgermeisters den Präsidenten des DFV Albert Bürger eingeschalten. Mit seinem Einfluss war es möglich die JF Memmingen am 17.Juli 1970 in Memmingen in Dienst zu stellen – auch in Anwesenheit des DFV-Präsidenten.

Somit gibt es die Patenschaft zwischen den Feuerwehren bzw. Jugendfeuerwehren Memmingen und Husum seit mehr als 50 Jahren.

Jugendfeuerwehr Bayern: Wie gestaltet sich eure Partnerschaft? Besucht ihr euch? Macht ihr Unternehmungen, etc.?

Land: Die Jugendfeuerwehren besuchen sich in regelmäßigen Abständen zu Zeltlagern und Fahrten. Der letzte Besuch war im Jahr 2017 zum 60. Jährigen Bestehen der JF Husum. Die Memminger Jugendfeuerwehr nahm selbstverständlich an den Feierlichkeiten im hohen Norden teil. Hier wurde ein fast 10-tägiges Zeltlager durchgeführt.

Jugendfeuerwehr Bayern: Was findet ihr daran toll eine Partnerjugendfeuerwehr zu haben?

Land: Zum einen ist es ein besonderes Erlebnis, dass Memmingen nahe an den Bergen liegt und Husum genau am Gegenteil, nämlich an der Nordsee. Diese genau 878 km Entfernung sind ein besonderer Kick, man kann sich nicht mal eben schnell besuchen und trotzdem finden jedes Jahr Treffen zwischen einzelnen Gruppierungen und Feuerwehrkameraden/innen in beiden Städten statt. Besonders toll finden wir auch, dass in diesen 50 Jahren der Patenschaft viele private Freundschaften entstanden sind. Viele ehem. Jugendfeuerwehrler (die heute Erwachsen sind) fahren zu Feuerwehrkameraden/innen an die Nordsee.

Jugendfeuerwehr Bayern: Wie sieht es aktuell aus? Haltet ihr Kontakt? Gibt es schon Überlegen für das nächste Treffen (sofern es wieder möglich ist)?

Land: Im Jahr 2020 wollte die JF Memmingen ihr 50-jähriges Jubiläum feiern; dies ist leider der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Geplant war hier ein großes Zeltlager in Memmingen – selbstverständlich mit unserem großen Vorbild „JF HUSUM“. Nach der Pandemie soll dieser Patenschaftsaustausch mit den Jugendlichen aus Memmingen und aus Husum nachgeholt werden – konkrete Planungen gib es derzeit noch keine.

Trotzdem wird Kontakt gehalten: viele Telefonate, Whats-App Nachrichten und andere Social Media Kontakte werden regelmäßig ausgetauscht.

 Bildnachweis: Die Bilder wurden von Andreas Land zur Verfügung gestellt. Die Bilder sind vor der Pandemie enstanden. 

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