Der Fachbereich Jugendpolitik hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema "Finanzierung der Jugendfeuerwehr" auseinandergesetzt.

Das Ergebnis ist unteranderem das Folgende kleine Lexikon, indem ihr zahlreiche Informationen findet, wie ihr Geld für eure Jugendfeuerwehr generieren könnt.

Crowdfunding

Was ist das/ Definition

Crowdfunding bedeutet so viel wie Schwarm- oder Gruppenfinanzierung. Durch diese Art der Finanzierung lassen sich Projekte oder Produkte realisieren. Die Geldgeber sind dabei eine große Anzahl von Personen.

Es gibt vier Varianten von Crowdfunding:

  • Spenden basiertes Crowdfunding: Eine Spende ohne materielle/finanzielle Gegenleistung (siehe auch Spende)
  • Klassisches/ belohnendes Crowdfunding: Unterstützer erhalten ein nicht finanzielles Dankeschön (Urkunde, Kopie eines Projektergebnisses)
  • Verleihendes Crowdfunding: Die Geldgeber leihen das Geld, welches später wieder zurückgezahlt wird
  • Investierendes Crowdfunding: Unterstützer erhalten Anteile am Projekt

Für wen geeignet?

Für die Jugendfeuerwehren dürften in der Regel die ersten beiden Arten relevant sein.

Es muss hier ein klares Projekt geben, dass von einer Gruppe finanziert werden soll.

Vorteile

Bei guter Öffentlichkeitsarbeit kann ein sehr großes Projekt finanziert werden und auch nachhaltig Aufmerksamkeit für die Jugendfeuerwehr generiert werden.

Nachteile

  • Es erfordert viel Öffentlichkeitsarbeit.
  • Nur für bestimmte Projekte geeignet, bei der die Bevölkerung ein Interesse daran hat dafür Geld zu geben.

Herausforderungen

Eine große Öffentlichkeit zu erreichen um ausreichend Geld zu verdienen. Ein Interesse bei Personen zu wecken, um Geld herzugeben.

Zeitlicher Aufwand

Am meisten Zeit muss hier wahrscheinlich in die Öffentlichkeitsarbeit gesteckt werden.

Finanzieller Aufwand

Der ist vom Aufwand der Öffentlichkeitsarbeit abhängig. Hier gibt es eher günstigere Möglichkeiten (Plakate, Postkarten, etc.) oder teuere Ideen (Werbeclips, etc.).

weiterführende Links/ Informationen

Fundraising

Was ist das/ Definition

Fundraising ist die Beschaffung von Mitteln zur Verwirklichung von am Gemeinwohl orientierten Zwecken. Es kann sich dabei um

  • Geldspenden
  • Sachspenden
  • Oder Zeitspenden (Ehrenamt) handeln.

Die Beschaffung de Ressourcen erfolgt mit Konzept und Plan.

Ablauf

Fundraising ist ein fortwährender Prozess, der in verschiedene Schritte einteilbar ist, die aber nicht unbedingt streng eingehalten werden müssen.

  1. Verankern des richtigen Fundraising-Bewusstseins
    Überprüfung des Anliegens (Ist das Anliegen Gemeinwohl orientiert? Ist die Form der gewünschten Unterstützung diesem Anliegen?)
  2. Formulierung des Anliegens und Definition eines konkreten Ziels
    • Das Anliegen sollte bewegen und Bezug zur (Jugend-)Feuerwehr und auch zu potentiellen Partnern haben.
    • Ideal wäre das Anliegen in maximal drei prägnanten Sätzen zusammenzufassen
  3. Erfassen des Fundraising-Markts
    • In welchem Umfeld steht die Aufgabe? Welche Beteiligten (Personen, Gruppen, Institutionen, etc.) gibt es?
  4. Sicherstellen, dass das Anliegen marktfähig ist
    • Welchen Nutzen haben die potentiellen Geber von eurem Anliegen?
    • Welche Geber würden das Anliegen unterstützen?
  5. Konkretes Projekt
    • Das Anliegen sollte nun in ein konkretes, fassbares Projekt umgewandelt werden
  6. Rekrutierung geeigneter Verbündeter
    • Wessen Mitarbeit wird benötigt?
  7. Wählen des richtigen Fundraising-Instruments
    • Welches dieser Instrumente bringt den größten Ertrag?
      • Regelmäßiger Spendenaufruf
      • Besondere Spendenkampagne
      • Wohltätigkeitsveranstaltung
      • Individuelle persönliche Ansprache
      • Erbschaftsmarketing
      • Devotionalienvertrieb/ Merchandising
    • Wie wird die Aktion durchgeführt (Mailing, Briefe, Telefonaktion, Anzeigenwerbung, etc.)?
  8. Zuwendung holen
  9. Dank an die Geber
  10. Evaluierung der Maßnahmen
    • Was hat die Kation gekostet und was hat sie eingebracht?
    • Hat sich der Aufwand gelohnt?

Für wen geeignet?

Fundraising kann für verschiedene Anliegen geeignet sein:

  • Beschaffung von Fahrzeuge in Form von Mannschaftsbusen mit Werbe-Beklebung
  • Zuwendungen Finanzieller Form aus Stiftungen (vor allem von Großkonzernen, oder Instituten, usw.)
  • Unterstützung in personeller Form bei Zeitprojekten bei welchem mit einem hohen Personalaufwand über einen längeren Zeitraum gerechnet werden muss, z.B. Nachmittagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen.

Vorteile

Es können sehr große Projekte realisiert werden.

Nachteile

Sehr aufwendig, wenn alle Schritte detailliert durchgearbeitet werden.

Herausforderungen

Ein umfassendes Konzept aufzustellen ist sehr aufwendig und umfasst viele Schritte. Es müssen außerdem geeignete Partner gefunden werden.

Rechtliches

Zuwendungsbestätigung (umgangssprachlich Spendenbescheinigung/-quittung):

  • Bei einem Betrag von unter 200€ ist keine Zuwendungsbestätigung nötig, hier reicht der Kontoauszug/ Einzahlungsquittung
  • Für einen Betrag benötigt der Spender eine anerkannte Zuwendungsbestätigung (Vorlage: siehe Link unten).
  • Verein muss Zweitschrift der Zuwendungsbestätigung 10 Jahre aufbewahren
  • Geldzuwendungen ordentlich im Kassenbuch verbuchen
  • Auf Zuwendungsbestätigung bestätigen, dass Spende ausschließlich für angegebenen steuerbegünstigten Zweck verwendet wird.

Zeitlicher Aufwand

Bei genauer Durchführung steckt sehr viel Planungsaufwand hinter einer erfolgreichen Kampagne.

Personeller Aufwand

Es wird hauptsächlich Personal für das Konzept und die Planung benötigt.

weiterführende Links/ Informationen

Spenden

Was ist das/ Definition

Nach Steuerrecht ist die Spende eine freiwillige Zuwendung, bei der es keinen Leistungsaustausch gibt. Der Spender erwartet also keine Gegenleistung für seine Spende.

Es gibt verschiedene Arten von Spenden:

  • Geldspende
  • Sachspende
  • Aufwandsspende (Verzicht auf Entgelt für erbrachte Leistung)

Für wen geeignet?

Für alle Jugendfeuerwehren

Vorteile

Es kann viel Geld für wenig Aufwand generiert werden.

Nachteile

Man ist von der Spendenbereitschaft abhängig

Es kann oft mühsam sein, willige Spender zu finden.

Herausforderungen

Die Abgrenzung zum Sponsoring ist hier sehr schwierig. Erfolgt eine Gegenleistung (z.b. durch Werbung) ist es keine Spende mehr.

Rechtliches

Spenden erfolgen oft mit dem Zweck, die Steuerlast zu senken. Diese sind aber nur dann absetzbar, wenn es sich um einen steuerbegünstigten Zweck handelt, diese sind in §52-54 der Abgabenordnung (AO) geregelt.

Zuwendungsbestätigung (umgangssprachlich Spendenbescheinigung/-quittung):

  • Bei einem Betrag von unter 200€ ist keine Zuwendungsbestätigung nötig, hier reicht der Kontoauszug/ Einzahlungsquittung
  • Für einen Betrag benötigt der Spender eine anerkannte Zuwendungsbestätigung (Vorlage: siehe Link unten).
  • Verein muss Zweitschrift der Zuwendungsbestätigung 10 Jahre aufbewahren
  • Geldzuwendungen ordentlich im Kassenbuch verbuchen
  • Auf Zuwendungsbestätigung bestätigen, dass Spende ausschließlich für angegebenen steuerbegünstigten Zweck verwendet wird.

Zeitlicher Aufwand

Gibt es bereits bekannte Spendengeber ist der Aufwand relativ gering. Müssen neue Spender*innen gefunden werden, kann das Anfragen zeitraubender sein.

Personeller Aufwand

Spender kommen in der Regel nicht auf die Jugendgruppe zu, sondern die Gruppe muss in Geeigneter Form an die Spender herantreten.

Abhängig von der Spende sollte der Kontakt zum Spender natürlich auch gepflegt werden. Auch das Danke sagen an die Spende darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, dies sollte in einem Persönlichen Besuch beim Spender aber zumindest in einem Persönlichen Dankschreiben ihre Anerkennung dem Spender gegenüber erfolgen.

Finanzieller Aufwand

Es entstehen in der Regel kaum Ausgaben.

Sponsoring

Was ist das/ Definition

Sponsoring meint, dass ein Unterstützer (Unternehmen, Einzelperson, Stiftung) durch die Bereitstellung von Geld, Sachmitteln oder Dienstleistungen sich mit einer sozialen Organisation verbindet, um damit gleichzeitig Ziele des eigenen Unternehmens zu verfolgen (in der Regel Werbung).

Ziel ist, auf das Unternehmen, vornehmlich im Zusammenhang mit der Jugendfeuerwehr oder einem medienwirksamen Ereignis, aufmerksam zu machen.

„Unter Sponsoring wird üblicherweise die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen durch Unternehmen zur Förderung von Personen, Gruppen und/oder Organisationen in sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen oder ähnlich bedeutsamen gesellschaftspolitischen Bereichen verstanden, mit der regelmäßig auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden. Leistungen eines Sponsors beruhen häufig auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Sponsor und dem Empfänger der Leistungen (Sponsoring-Vertrag), in dem Art und Umfang der Leistungen des Sponsors und des Empfängers geregelt sind.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sponsoring )

Wie geht’s?

Die Jugendfeuerwehr geht auf (regionale) Firmen zu, ob Sie die Jugendfeuerwehr unterstützen würden. Als Gegenleistung können Sie mit der Jugendfeuerwehr werben, bzw. tritt ihre Werbung bei der Jugendfeuerwehr in Erscheinung.

Beispiele:

  • Die Firma finanziert Shirts für die Jugendfeuerwehr. Dafür kommt ein Werbeaufdruck der Firma auf das Poloshirt
  • Für eine Geld- oder Sachspende bekommt der Sponsor die Möglichkeit bei Vereinsaktivitäten Marketing mäßig in Erscheinung zu treten.
  • Die Firma finanziert den Druck einer Jugendfeuerwehrzeitschrift und darf dafür ihre Werbung mit abdrucken

Für wen geeignet?

Geeignet ist Sponsoring dann, wenn man den Firmen eine konkrete Gegenleistung für ihre Leistungen bieten kann (Werbeaufdruckt, etc.) und die Aktion auch Medienwirksam ist, sodass sich der Aufwand für das Unternehmen lohnt.

Ideal ist es, wenn das Projekt einen Bezug zum Unternehmen hat.

Vorteile

Kann man eine entsprechende Werbefläche bieten, lassen sich hohe Geldbeträge erzielen.

Nachteile

Nur möglich, wenn man bereit ist die entsprechende Gegenleistung zu leisten.

Herausforderungen

Die Interessen der unterschiedlichen Partner müssen offengelegt werden. Eine vertragliche Regelung sollte den finanziellen Aufwand, die notwendige Öffentlichkeitsarbeit von beiden Seiten und die zeitliche Dauer des Engagements umfassen.

Es sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass die Firmen auch zur Jugendfeuerwehr passen (bspw. kein Alkohol und Zigaretten).

Rechtliches

Problem der Abgrenzung: wann ist die Zuwendung eine Spende (also ein Geschenk) und wann ist es bereits Sponsoring, weil es mit öffentlichkeitswirksamen Interessen des Gebenden verknüpft ist.

Zeitlicher Aufwand

Die Anfrage von geeigneten Partnern und die Abstimmung kann sehr zeitintensiv sein.

Personeller Aufwand

In der Regel braucht es nur den Vorstand und den Kassier.

Finanzieller Aufwand

In der Regel keiner.

Zuschuss durch die Kommune

Auf gemeindlicher Ebene ist für die Finanzierung der aktiven Feuerwehr die örtliche Gemeinde zuständig. Bei der Jugendfeuerwehr ist dies, was den Übungsbetrieb angeht, genauso. Als Beispiele kann hier der Jugendfeuerwehrschutzanzug genannt werden.

Wenn es jetzt um die Jugendarbeit in der Jugendfeuerwehr geht, gibt es einerseits den Feuerwehrverein an den sich ein/e Jugendwart_in wenden kann, andererseits auch wieder die Gemeinde. Je nach Ort sind hier die Abläufe unterschiedlich. Ein erstes Gespräch mit dem Kommandanten sollte als erstes immer der Fall sein, auch um die Ansprechpartner zu klären. In den Gemeinden gibt es dann unterschiedliche Wege. Es gibt beispielsweise mancherorts klare Zuschussrichtlinien, anderenorts kann man auch einen Antrag in den Gemeinderat einbringen oder direkt mit dem/der Bürgermeister_in Kontakt aufnehmen.

Prinzipiell ist es so, dass nach dem bayrischen Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze, Art. 30, Absatz 1, Satz 1, die Gemeinden „entsprechend § 79 Abs. 2 SGB VIII im eigenen Wirkungskreis und in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit dafür sorgen, dass in ihrem örtlichen Bereich die erforderlichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen der Jugendarbeit (§§ 11, 12 SGB VIII) rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen.

Das bedeutet, dass die Jugendarbeit auf kommunaler Ebene zu fördern ist. Wie hoch die Förderung ist, ist aber nicht definiert.

Was ist das/ Definition

Jede Gemeinde oder Stadt kann ihre Vereine und örtliche Institutionen selbstständig fördern. Dies kann anhand von Förderrichtlinien oder auch Einzelfallentscheidungen, z.B. per Antrag im Gemeinderat geschehen.

Für wen geeignet?

Für jede Jugendfeuerwehr geeignet.

Vorteile

Direkte, z.T. einfache und kurze Wege zu Finanzierungen und anderen Unterstützungsleistungen.

Nachteile

Der Erfolg ist z.T. abhängig von den beteiligten Persönlichkeiten und Netzwerken.

Herausforderungen

Man muss die jeweiligen Ansprechpartner und Verwaltungswege kennen.

Rechtliches

Wenn die Förderungen auf Basis von Förderrichtlinien geschehen, müssen diese entsprechend erfüllt werden. Prinzipiell ist es so, dass nach dem bayrischen Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze, Art. 30, Absatz 1, Satz 1, die Gemeinden „entsprechend § 79 Abs. 2 SGB VIII im eigenen Wirkungskreis und in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit dafür sorgen, dass in ihrem örtlichen Bereich die erforderlichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen der Jugendarbeit (§§ 11, 12 SGB VIII) rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen.

Zeitlicher Aufwand

Abhängig von der örtlichen Regelung.

Personeller Aufwand

Abhängig von der örtlichen Regelung.

Finanzieller Aufwand

Abhängig von der örtlichen Regelung.

Ansprechpartner

Abhängig von der örtlichen Regelung. Meist die Gemeinde-/ Stadtverwaltung. Als Informationsquelle kann der örtliche Kommandant dienen.

Förderung durch die Jugendringe

In jedem bayrischen Landkreis und in jeder bayrischen kreisfreien Stadt gibt es einen Kreis- oder Stadtjugendring. Darüber gibt es die sieben Bezirksjugendringe, sowie den Bayrischen Jugendring auf Landesebene.

Sie haben unter anderem als Aufgabe, die Jugendverbände, zu denen auch die Jugendfeuerwehr Bayern gehört, zu fördern und zu beraten.

Bei den Förderungen ist zu beachten, dass die zugehörigen Richtlinien in allen Jugendringen etwas unterschiedlich sind.

Auf örtlicher Ebene sowie auf Kreisebene sind die Jugendringe ein guter Ansprechpartner zu allen Fragen der Jugendarbeit. Die Förderungen jedoch gelten jedoch zum Teil nur überörtlich, also erst bei Aktivitäten mit Teilnehmern aus mehreren politischen Gemeinden, da sonst ja in erster Linie die örtlich Kommune zuständig ist. Des Weiteren bieten viele Jugendringe einen Materialverleih an, den die jeweilige Jugendfeuerwehr auch einzeln nutzen kann, je nach Richtlinie. Zu beachten ist, dass für die Gewährung mancher Zuschüsse der jeweilige Kreisjugendfeuerwehrverband Mitglied im Kreis- oder Stadtjugendring ist.

Auf Kreisebene kann es auch für den*die Kreisjugendwart*in interessant sein, sich mit den Richtlinien zu befassen, da es vielerorts eine Grundförderung für die Kreisebene gibt.

Was ist das/ Definition

In jedem bayrischen Landkreis und in jeder bayrischen kreisfreien Stadt gibt es einen Kreis- oder Stadtjugendring. Darüber gibt es die sieben Bezirksjugendringe, sowie den Bayrischen Jugendring auf Landesebene. Die Jugendringe haben unter anderem die Aufgabe, ihre Mitgliedsverbände zu fördern und zu beraten. Dementsprechend gibt es überall Zuschussrichtlinien, welche aber unterschiedliche Inhalte haben können, sowohl thematisch, aber auch von der Fördersumme.

Für wen geeignet?

Für Beratungen ist jede Feuerwehr geeignet. Bei den Zuschüssen kommt es auf die örtlichen Regelungen an. Z.T. werden nur überörtliche Maßnahmen gefördert.

Vorteile

Meist einfach zu erfüllende Förderrichtlinien mit guten Fördersätzen. Es gibt außerdem gute Schulungs- und Beratungsangebote im Bereich der Jugendarbeit.

Nachteile

Abhängig von der örtlichen Regelung.

Rechtliches

Für viele Förderungen und Angebote muss der Kreis-/ Stadt-Jugendfeuerwehrverband Mitglied im Kreis-/ Stadtjugendring sein.

Zeitlicher Aufwand

Abhängig von der örtlichen Regelung.

Fristen

Abhängig von der örtlichen Regelung. Es lohnt sich, sich frühzeitig zu informieren.

Ansprechpartner

Örtliche Kreis-/ und Stadtjugendringe, Kreis-/ Stadt-Jugendwar*innen

Veranstaltungen/ Aktionen

Eine weitere Möglichkeit Geld für die Jugendfeuerwehr zu erwirtschaften ist es verschiedene Aktionen oder Veranstaltungen zu organisieren.

Hier findet ihr eine Aufstellung von Ideen, die bei anderen Jugendfeuerwehren schon geklappt haben. Vielleicht ist ja auch was für eure Jugendfeuerwehr dabei. Wenn ihr schon ein erfolgreiches Projekt gestartet habt und das für Andere zur Verfügung stellen wollte, dann meldet euch doch gerne im Jugendbüro (jugendbuero@jf-bayern.de). So können dann auch andere Jugendfeuerwehren von eurer Idee profitieren.

Altmetallsammlung

Die Altmetallsammlung wird als Einnahmequelle für die Feuerwehrarbeit durchgeführt. Grundlage ist die Beteiligung der Bürger durch die kostenfreie Bereitstellung der Altmetalle. Diese Sammlung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden.

Variante 1: Feuerwehrmitglieder holen die Sachen ab

Variante 2: Der Bürger bringt die Sachen zu einer Sammelstelle der Feuerwehr

Checkliste

Variante 1:

Organisatotorisches:

  • Einen Hauptverantwortlicher für die Organisation auswählen und Gremium bilden
  • Abklärung Termin (günstiger Termin ist ein Samstag im Frühjahr oder Herbst, nicht in den Ferien)
  • Abklärung des Standortes für die Alteisencontainer (fester Untergrund, gute Zugänglichkeit für großes Gerät und Fuhrwerke, evtl. Geschützer Bereich gegen Alteisendiebe)
  • Abklärung welcher Schrotthändler Container stellt
  • Abklärung der Zugfahrzeuge (Traktoren) und Anhänger (Rückspräche vorab mit KFZ-Versicherung!, Versicherung notiert den Termin, oft Vorgabe das Fahrer bei Sammlung über 18 sein muss und evtl. sogar LKW-Führerschein besitzen muss)
  • Zusätzlich mind. 1 Traktor mit Frontlader für Anheben von schweren Gegenständen
  • Am Containerstandort evtl. Bagger zum Einladen sinnvoll bei größeren Sammlungen
  • Abholung und Auswechseln der Container absprechen mit Schrottfirma (es muss immer ein Verantwortlicher erreichbar sein für Schrottfirma wegen Anlieferung und Abholung)

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Druck von Flyer an die Bürger mit Kontaktdaten (wichtig Telefonnummer für Rückfragen zu festen Zeiten und Schaltung AB). Alte Leute benötigen oft Tragehilfe für Gegenstände!
  • Auf Flyer schreiben was mitgenommen wird und was nicht!
  • Notieren der Zeit wann Sammlung beginnt. Telefon muss tagsüber besetzt sein für Anrufe der Bürger. Oftmals wird angerufen dass was vergessen wurde.
  • Keine ölverschmierten Sachen, keine Kühlschränke, keine Altreifen usw. Abklärung mit Schrottfirma
  • Schalten von Anzeige im Blättle
  • Flyerverteilung durch Jugendfeuerwehr
  • Werbung im Internet birgt die Gefahr von Anlocken der Alteisendiebe
  • Sinnvoll die Bürger darauf hinzuweisen den Schrott erst am selben Morgen 8 Uhr vor die Türe zu stellen. Diebe haben es auf Buntmetalle Kupfer, Edelstahl, Alu, Batterien usw. Abgesehen

Sonstiges:

  • Verpflegung und Mittagspause für Helfer einplanen
  • Klärung wer Kosten für Sprit übernimmt
  • Sammlung bei Landratsamt vorher anmelden

Als besonders lukrativ hat sicher erwiesen wenn der Schrott vorab sortiert wird in Buntmetalle. Extra Anhänger dafür bereitstellen der in einen Abgesperrten Bereich gefahren werden kann! Alu, Messing, Edelstahl, Kabelschrott, Altbatterien bringen sehr viel Geld. Die Mühe wird dafür belohnt im Preis. Der Schrotthändler darf nicht Mischschrott abrechnen weil der viel billiger wäre.

Oft muss dieser Anhänger nach der Sammlung paar Tage später selber zum Schrotthändler gefahren werden um ordnungsgemäß abrechnen zu können. Dafür Personal bereitstellen! Nicht über den Tisch ziehen lassen! Vorab über die aktuellen Edelmetallpreise informieren.

Batterien müssen in einer auslaufsicheren Wanne stehen.

Barauszahlung oder Überweisung vorab klären, Kontoinhaber. Bei Barauszahlung an Privat muss Personalausweis vorliegen.

 

Variante 2:

Bereitstellung von Container an festen Standort durch Feuerwehr

Absprache Standort, Bereitstellung Container, Info an Bürger, Kontrollen wann Container voll ist und geleert werden muss, Container kann längeren Zeitraum stehen je nach Vereinbarung

Personeller Aufwand

je nach Größe des Ortes, bei 10.000 Einwohner wurden 6 Gespanne mit jeweils 4 Personen benötigt. Am Abladeplatz wird zusätzliches Personal benötigt.

Extra Personal ebenfalls für dei Verpflegung und die Besetzung der Telefonhotline.

Finanzieller Aufwand

Spritkosten, Verpflegung, evtl. Zusatzversicherung

Der finanzielle Aufwand ist relativ gering.

Materialaufwand

  • Ölbinder am Abladeplatz bereitstellen
  • Besen, Schaufeln...
  • Hebematerial (Ketten, Zurrgurte, Ladungssicherung)
  • Warnwesten für alle Beteiligten

Vorteile

Hohe Gewinne bei guter Bürgerbeteiligung

Nachteile

Viel Organisationsaufwand und Manpower

Herausforderungen

Gute Kontakte zu Landwirten wird benötigt. Mitglieder müssen motiviert werden.

Rechtliches

  • Meldung an Landratsamt wegen Genehmigung
  • Abklärung Versicherung
  • Einhaltung Jugendschutzgesetzt
  • Einhaltung STVO (kein Mitfahren auf dem Traktoranhänger, kein Mitfahren auf der Ackerschiene, etc.)

     

Autowaschen

Die Jugendfeuerwehr kann anbieten gegen ein Entgelt/Spende Autos zu waschen. Dafür kann man zum Beispiel bei einer örtlichen Autowaschstation nachfragen, ob man diese sich beteiligen möchten oder man sucht einen anderen geeigneten Ort (Wasseranschluss, Ölabscheider,…).

Evtl. kann die Aktion noch durch Kuchen-/ Getränkeverkauf ergänzen (siehe Kuchenverkauf; Getränkeverkauf)

Checkliste

  • Passender Ort (Ölabscheider, Wasseranschluss, …)
  • Deckt die Versicherung die Aktion ab (Schäden am Auto, …)
  • Welches Material wird benötigt (Schwämme, Lappen, Poliertücher,…)
  • Werbung (wo und wann wird für die Aktion geworben)

Aufgaben

  • Werbung
  • Materialbesorgung
  • Ort herrichten
  • Autowaschen
  • Kassieren
  • Aufräumen

Personeller Aufwand

Die Vorbereitung besteht zum Großteil aus Organisation, der Werbung und der Materialbesorgung. Während der Aktion werden einige Personen benötigt (Autowaschen (2-3 Personen pro Waschstation), Organisation, Kassieren, …). Je nach Länge der Aktion kann es außerdem sinnvoll sein Schichten einzuteilen.

Finanzieller Aufwand

Kosten entstehen bei folgenden Posten: Werbung, Wasser, Strom, Material (Schwämme, Lappen, Putzmittel, evtl. Miete)

Vorteile

  • Relativ geringer Kosteneinsatz
  • Lockerer Aktion, die Spaß macht

Nachteile

Gewinn ist im mittleren Bereich (kann aber bspw. mit Getränkeverkauf, etc. gesteigert werden)

Herausforderungen

Die Aktion ausreichen bekannt zu machen, um so genügend Kunden zu erreichen.

Rechtliches

Die Versicherungsfrage sollte geklärt sein.

Christbaum-Lieferung

Die Jugendfeuerwehr bietet gegen Spende eine Lieferung des Christbaums nach Hause an.

Checkliste

  • Auto mit Anhänger
  • Markierungen für den Christbaum, um die Adressen zu notieren

Aufgaben

  • Beim Christbaumstand müssen die Adressen erfasst werden
  • Anschließend müssen die Christbäume beschriftet und verladen werden
  • Eine zweite Gruppe liefert die Christbäume aus und sammelt die Spenden ein

Personeller Aufwand

2-3 Personen beim Christbaumverkauf

3-4 Personen pro Auto

Vorteile

Es ist eine schöne Aktion in der Vorweihnachtszeit nochmal auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam zu machen.

Nachteile

Es wird ein Auto mit Anhänger + Fahrer benötigt.

Ernteaktion

Bei der Ernteaktion wird Obst oder Gemüse von den Jugendlichen geerntet und selber vermarktet.

Die Bereitstellung der z.B. Obstbäume erfolgt durch freundliche Bürger. Die dabei geernteten Früchte darf die Feuerwehr selber für Ihre Zwecke verwenden.

Checkliste

  • Kontakte zu Bürgern herstellen
  • Tag für Ernte ansetzen
  • Getränke bereitstellen
  • Kleines Geschenk für Spender vorbereiten
  • UVV Leitern, FwDV 10
  • Behälter und Werkzeuge bereithalten
  • Überlegen ob und wie Ware verarbeitet werden muss! Schnellverderbliche Güter verarbeiten z.B. zu Marmelade oder Saft.
  • Organisation von “Verkaufsstand”... z.B. Äpfel auf Spendenbasis usw.
  • Ort für Stand klären (Feuerwehrhaus?) Kasse bereitstellen, Wechselgeld, Schilder, Jugendwerbung, Verpackungsmaterial (Papiertüten, Stoffbeutel etc.)

Aufgaben

  • Ernte
  • Transport
  • ggf. die Verabeitung
  • Werbung für die Aktion
  • Verkauf

Personeller Aufwand

Gering bei "reiner" Ernte

Etwas höher, wenn das Obst noch verarbeitet wird

Finanzieller Aufwand

gering

Materialaufwand

gering

Vorteile

  • Es kann mit geringem Material- und Kosteneinsatz Geld generiert werden
  • schöne Gemeinschaftsaktion

Nachteile

  • es müssen Erntemöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden
  • nicht jedes Jahr gleich erfolgreich

Rechtliches

Bei der Verarbeitung der Lebensmittel müssen die Hygienebestimmungen beachtet werden.

Floriansbrot

Kooperation mit einem Örtlichen Bäcker zum Backen und Verkauf von Floriansbrot bzw. Floriansbrötchen. Spende eines Festvereinbarten Geldbetrages je Verkauften Laib Brot an die Jugendfeuerwehr.

Die Aktion ist eine Kooperation des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Deutschen Jugendfeuerwehr mit der Konditorengenossenschaft BÄKO und dem Zutatenhersteller CSM Ingredients. Weitere Informationen gibt es hier.

Checkliste

  • Es muss eine Bäckerei gefunden werden, die eine Kooperation eingehen möchte
  • Pressetermin mit Bäckerei muss vereinbart werden
  • Es sollte Werbung in den örtlichen Pressemedien gemacht werden
  • Nach Abschluss sollte ein weitere Pressetermin zur Spendenübergabe stattfinden

Aufgaben

Für Werbezwecke zumindest mit einem Teil der Jugendgruppe / Jugendgruppen zur Verfügung stehen

Personeller Aufwand

Sehr gering

Finanzieller Aufwand

Sehr gering

Vorteile

Werbung für die Jugendfeuerwehr in der Bäckerei vor Ort aber auch Überörtlich.

Hydratenpflege

Die Hydranten in den jeweiligen Einsatzgebieten müssen regelmäßig geprüft und gewartet werden. Vielerorts geschieht das durch die jeweiligen Wasserwerke. Es kann aber auch durch die Feuerwehr in Absprache mit der jeweiligen Gemeinde / Stadt durchgeführt werden. Hierbei kann eine Abmachung zur Aufwandsentschädigung der Feuerwehr, z.B. je Hydranten, getroffen werden.

Checkliste

  • Welche Hydranten gibt es und wo sind diese? (Hydrantennetzplan erforderlich)
  • Wie sind die Vorgaben zum Prüfen?
  • Was soll neben der Prüfung noch gemacht werden?
  • Wie wird die Prüfung dokumentiert?

Aufgaben

Je nach Vorgaben sind die Prüfungen durchzuführen und zu dokumentieren.

Personeller Aufwand

Gruppen mit zwei – drei Personen sollten die Prüfung durchführen.

Je nach Größe der Gemeinde braucht es entsprechend viele Gruppen.

Materialaufwand

Je nach Abstimmung mit der zuständigen Gemeinde / Stadt wird der Materialaufwand übernommen. Dieser ist abhängig von den Aufgaben.

Vorteile

Bei der Hydrantenprüfung muss unter anderem der Hydrant in Betrieb genommen werden, ähnlich wie im Einsatz, wodurch dieser Teil gleich geübt wird und man kennt auch gleich die Standorte der Hydranten, was im Einsatzfall Hilfreich ist.

Je nach Aufwandsentschädigung und Hydrantenanzahl ist es eine sichere Einnahmequelle.

Nachteile

Zeitaufwand abhängig vom Hydrantenzustand und den übertragenen Aufgaben.

Herausforderungen

In dem vorgegebenen Zeitraum müssen die übertragenen Hydranten geprüft werden. Die Prüfung muss dokumentiert werden. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, muss die Aufsichtspflicht sichergestellt werden und es muss auf die Sicherheit der Jugendlichen geachtet werden, wenn die Hydranten im Straßenbereich liegen.

Rechtliches

Die Prüfung muss dokumentiert werden. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, muss die Aufsichtspflicht sichergestellt werden und es muss auf die Sicherheit der Jugendlichen geachtet werden, wenn die Hydranten im Straßenbereich liegen.

Weitere rechtliche Punkte sind mit der Gemeinde / Stadt zu klären.

Losbude

Um Geld für die Jugendfeuerwehr zu generieren werden oft Losbuden, Tombulas oder ähnliche Aktionen in Betracht gezogen.

Bei all diesen Aktionen fallen unter das Glücksspielgesetz, daher sollte der Abschnitt „Rechtliches“ genau gelesen werden.

Checkliste

  • Passender Rahmen (Stadtfest, Markt, Tag der offenen Tür, etc.)
  • Auswahl der genauen Aktion (Losbude, Glücksrad, …)
  • Organisieren der Preise
    • Anfrage bei Firmen und Betrieben nach Sach- oder Geldspenden
    • Basteln von Preisen

Aufgaben

  • Organisation der Preise
  • Vorbereitung des Standes
  • Betreuung des Standes

Personeller Aufwand

Eher gering.

Am meisten Zeit dürfte die Beschaffung der Preise kosten.

Finanzieller Aufwand

Gering.

Rechtliches

Losbuden und Tombulas können unter das Glücksspielgesetz fallen. Hier gibt es die genaue Regelung und Hinweise.

 

Kuchenverkauf

Verkauf von selbst gebackenen Kuchen.

Aufgaben

Trennung der Einsatztätigkeiten zur Verminderung des Kontaminationsrisikos:

  • Speisezubereitung (Liste, wer welche Lebensmittel mitbringt)
  • Kassieren (falls vorgesehen), auf jeden Fall von Speisen-/Getränkeausgabe trennen
  • Speisenausgabe
  • Getränkeausgabe
  • Nach-/Auffüllaufgaben
  • Reinigungstätigkeiten, Aufräumarbeiten, Abfallentsorgung

Checkliste

Verkaufstheke/ Standplanung (falls vorgesehen):
Außenbereich, nicht in der prallen Sonne, nicht in unmittelbarer Nähe von Parkplätzen, Mülltonnen, Toilettenanlagen, Gullys, auf festen Untergrund achten
Innenbereich: nicht unter einem Treppenaufgang, nicht in der Nähe von Türen

Standbeschaffenheit:
Nach Möglichkeit allseitig umschlossen, Verkaufsseite offen, bei Selbstbedienungstheken muss ein Husten- und Spuckschutz vorhanden oder das Lebensmittelangebot abgedeckt sein.
Schutzdach
Saubere Abstellflächen
Sinnvolle Anordnung bezüglich Reihenfolge von Speisezubereitung u. -Ausgabe, Teller, Servietten, Besteckausgabe
Fließendes Wasser mit Becken (z.B. großer Kanister mit Hahn und Auffangschüssel)
Ordentliche Reinigung mit heißem Wasser muss sichergestellt sein
Bedarf an Ausstattung ermitteln (Kochgeräte, Geschirr, Besteck)
Entsorgungsmöglichkeiten schaffen

Ausreichend Kühlmöglichkeiten einplanen
Auf Trennung von Getränken und leicht verderbliche Lebensmittel achten

Lagerungsplatz einplanen
Lebensmittel nicht auf Boden und frei von äußeren Einflüssen lagern

Auf persönliche Hygiene vorallem Handhygiene achten
Sauberkeit, keine Tiere, nicht rauchen, nicht auf Lebensmittel husten und niesen!
Saubere Arbeitsflächen, saubere Spüllappen, Geschirrtüchern und Arbeitskleidung

Weitere Infos:
“Hygiene-Checkliste” für ehrenamtliche Helfer des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

 

Personeller Aufwand

Mittel. Für das Backen der Kuchen, werden einige Personen benötigt. Auch für den Stand werden pro Schicht etwa 5-8 Personen benötigt.

Finanzieller Aufwand

Bei gespendeten Kuchen gering.

Kosten für Kaffeepulver und Filter, Milch oder Sahne, Servietten, Zucker

Materialaufwand

Folgendes Material wird benötigt:

  • Kuchenteller
  • Kaffeetassen
  • Kaffeelöffel und Kuchengabeln
  • Tortenheber
  • Kaffeemachschine
  • Kühlschränke
  • ggf. Pappteller und Alufolie (für Kuchen "to-go")
  • Spülmittel, Lappen, Geschirrtücher
  • Kasse mit Wechselgeld

Vorteile

Keine großen Kosten für Kuchen da Kuchen gespendet werden.

Nachteile

Große Hygieneanforderungen

Herausforderungen

Es muss eine passende Gelegenheit gefunden werden (Stadtfest, Tag der offenen Tür, Markt, ...)

Genügend Kühlmöglichkeiten zu schaffen, kann je nach Standort auch schweíerig werden.

Rechtliches

Ggf. beim Landratsamt anfragen welche Anforderungen gestellt sind

Wer Lebensmittel herstellt, behandelt oder in den Verkehr bringt, trägt die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Teilnehmer und Gäste! Er hat Sorge zu tragen, dass die hygienischen Grundregeln eingehalten und die lebensmittelrechtlichen Anforderungen beachtet werden und haftet dafür.

Marmeladenverkauf

Die Jugendlichen verarbeiten gespendete Früchte zu einer “Marmelade” und vertreiben sie selber. Die fertigen Gläser werden gegen eine Spende unter die Leute gebraucht.

Man braucht einen Spender der seinen Obstbaum (Kirsche, Zwetschge, Mirabelle usw.) gratis zur Verfügung stellt -> siehe Ernteaktion

 

Aufgaben

1. Termin:

Am ersten Termin findet die Ernte statt. Auf UVV achten! Genügend Kisten für das Obst bereitstellen. Anschließend das Obst für die Verarbeitung oder für das evtl. Eingefrieren vorbereiten. Dies kann ein weiteres Team parallel im Gerätehaus machen (Aufsichtsperson stellen). Material für Konservierung muss bereits vor Ort sein. Saubere keimfreie gespülte Gläser, Einmachzucker, Töpfe zum Kochen, evtl. Gefrierbeutel usw.

2. Termin:

An einem weiteren Termin werden Etiketten selber gestaltet und kleine Stoffdeckel ausgeschnitten mit Zickzackscheren.

Info: Mit den Kirschkernen können auch kleine Kirschkernkissen hergestellt werden.

Die Etiketten auf die bereits abgekühlten Gläser kleben und mit den Stoffresten oben am Deckel verzieren.

3. Termin:

Errichten eines Standes zum Vertrieb der Ware. Schilder malen „auf Spendenbasis“. Infostand gleich mit Jugendwerbung (viele Bilder der Ernteaktion) ausstatten. Wetter- und windgeschützten Platz suchen.

Kleine Spendenkasse aufstellen, trotzdem Wechselgeld bereithalten und viel lächeln!

Günstig ist es einen Termin zu wählen an dem eh schon viel Publikumsverkehr herrscht (Tag der offenen Tür, Schauübung, ...)

Personeller Aufwand

mittel

Finanzieller Aufwand

gering

Materialaufwand

Für die Marmelade:

  • Saubere keimfreie gespülte Gläser
  • Einmachzucker
  • Töpfe zum Kochen
  • evtl. Gefrierbeutel usw.

Für die Etiketten:

  • Etiketten selbstklebend
  • Drucker

Für die Verpackung:

  • Schnüre
  • alte Stoffreste
  • Zickzackschere zum kreisförmigen Ausschneiden

Für Kirschkernkissen:

  • Stoff
  • Nähgarn
  • Nähmaschine
  • Essig zum Auskochen der Kirschkerne
  • kleiner Zettel mit Hinweis der max. Erwärmungstemperatur

Vorteile

Nach Verarbeitung länger haltbar, muss nicht umgehend verkauft werden

Nachteile

Küche muss vorhanden sein

Herausforderungen

Auf Sauberkeit achten, Gläser vorher auskochen, Hygiene

Rechtliches

Marmelade ist ein geschützer Begriff. Daher sollte der Name "Fruchtaufstrich" verwendet werden.

Schauübung

An einem öffentlichen Platz zeigt die (Jugend)Feuerwehr ihr können. Das kann der Öffentlichkeitsarbeit und der Mitgliederwerbung dienen. Es können aber auch Spenden gesammelt werden oder durch den Verkauf von Getränken Geld verdient werden.

Checkliste

  • Planung der Übung (was wird gezeigt)
  • Öffentlichen Ort überlegen und abfragen, ob Übung dort stattfinden kann
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Spendensammlung/ Verkauf vorbereiten
  • Die Übung kann noch durch einen Infostand oder eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt werden

Personeller Aufwand

Bei der Übung sollten möglichst alle Jugendlichen teilnehmen

Finanzieller Aufwand

gering

Materialaufwand

gering

Vorteile

Durch die Schauübung kann auch viel öffentliche Aufmerksamkeit generieren.

Nachteile

Der finanzielle Gewinn ist eher gering.